Bregenzer Festspiele
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Endspurt bis zur Premiere - und Startschuss für das Festspiel-Campfeeling

Wie ist der aktuelle Stand zum Probenbeginn - und was muss bis zur Premiere rund um Bühne, Kostüm oder Beleuchtung noch erledigt werden? Ein Stimmungsbild aus verschiedenen Abteilungen der Bregenzer Festspiele.

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© Bregenzer Festspiele / Kristina Becker

Lenka Radecky-Kupfer leitet die Kostümabteilung der Bregenzer Festspiele und sorgt dafür, dass die Darsteller:innen nach den Entwürfen der Kostümbildner:innen eingekleidet werden:

„Mein Team war in den letzten Monaten schon sehr fleißig: Wir haben alle Kostüme für La traviata, die wir bis zum jetzigen Zeitpunkt schneidern und gestalten können, fertiggestellt, und sogar darüber hinaus auch schon viele Kostüme für die Oper im Festspielhaus Die Ausflüge des Herrn Brouček und die diesjährige Opernstudio-Produktion L’elisir d’amore. Bis zu den Premieren folgt jetzt noch die wichtigste Phase der Kostümproduktion, denn gerade die Solist:innen und die Tänzer:innen, die jetzt zum Probenstart erst ins Haus kommen, müssen nun noch zur Anprobe und ihre Kostüme dann entsprechend angepasst oder auch ganz neu geschneidert werden. Bis zur ersten Probe in Kostüm sind wir dann dreieinhalb Wochen im Dauereinsatz, um alle Kostüme rechtzeitig fertigzustellen. Das ist herausfordernd, aber es macht auch viel Spaß und ich finde es wunderschön, jetzt mit Beginn der Proben- und Festspielzeit mein ganzes Team um mich zu haben. Besonders freue ich mich aber natürlich auch auf die Künstler:innen, die nun ins Haus kommen und all das, was wir in den letzten zwei Jahren vorbereitet und erarbeitet haben, lebendig werden lassen.“

 

Lukas Fricker ist als künstlerischer Produktionsleiter für die Produktionen auf der Seebühne, also in diesem Jahr La traviata, zuständig:

„Als künstlerischer Produktionsleiter ist es meine Aufgabe, zwischen dem Regieteam und den künstlerischen und technischen Abteilungen bei uns im Haus zu vermitteln und dafür zu sorgen, dass der vier- bis fünfjährige Prozess von der ersten Idee bis hin zu den Aufführungen möglichst reibungslos funktioniert. Dazu gehören auch Verhandlungen, Vertragserstellung, Budgetverwaltung und Organisation. Grundsätzlich habe ich in jeder Saison beim Probenstart das Gefühl, dass ich noch nicht bereit bin und noch so viel zu erledigen ist. Das ist meiner Erfahrung nach aber ganz normal – vieles klärt sich dann auch in den kommenden Wochen im persönlichen Kontakt mit dem Regieteam und den Künstler:innen viel schneller und einfacher, als es zuvor per Mail und Telefon möglich ist. Ich habe immer noch Respekt vor dem Tag, an dem dann wirklich alle eintrudeln, aber ich freue mich natürlich auch sehr darauf. Und wenn man dann merkt, dass die Proben gut laufen, dass die Zusammenarbeit von Regieteam, Künstler:innen, Regieassistent:innen und den verschiedenen Gewerken gut funktioniert, dass alle an einem Strang ziehen, um wieder etwas Außergewöhnliches auf der Seebühne entstehen zu lassen, dann ist das ein sehr schönes Gefühl. Gerade dieses Campfeeling, was sich bei unseren Produktionen den Sommer über entwickelt, dass sich alle hier wohlfühlen und mit der gesamten Crew so ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, das ist tatsächlich etwas, was die Bregenzer Festspiele so besonders macht und worauf ich mich auch diesen Sommer wieder sehr freue.“

 

Markus Holdermann ist der Leiter der Abteilung Licht und Multimedia und zeichnet für die technische Umsetzung der Beleuchtung und Projektionen auf der Seebühne verantwortlich:

„Da das Festspielhaus das ganze Jahr über mit verschiedensten Veranstaltungen bespielt wird, bin ich als Leiter der Abteilung Licht und Multimedia auch außerhalb der Festspielzeit im Einsatz. Aktuell ist mein Hauptprojekt aber natürlich das diesjährige Spiel auf dem See La traviata. Die Vorbereitungen dafür laufen in meiner Abteilung schon seit rund zwei Jahren. Das geht von der Planung über die Budgetierung bis hin zur immer wieder herausfordernden Aufgabe, für die Festspielsaison genug Personal zu finden. Aktuell sind wir aber auf einem guten Stand. Meine Abteilung ist zumeist eine der letzten, die mit ihren Arbeiten fertig wird, auch weil wir natürlich die Mietkosten von Material möglichst niedrig halten wollen und daher vieles wirklich erst kurz vor Beginn der Proben einbauen. Dann kann es losgehen mit den Beleuchtungsproben und auch mit den Einstellungen für die Projektoren, da werden wir einige nächtliche Videosessions haben, um hier in Abstimmung mit Bühnenbildner, Light-Designer und Video-Designer das optimale Ergebnis zu erzielen. Bis zur Premiere haben wir dann noch einige Feineinstellungen vorzunehmen. Für uns beginnt jetzt die kreative Arbeit mit dem Regieteam, darauf freue ich mich schon sehr – die ersten Ergebnisse der Lichtstimmungen und Projektionen zu sehen und dass das, was man geplant und umgesetzt hat, auch funktioniert.“

 

Sami Kyllönen ist Bühnenmeister auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele – er freut sich schon sehr darauf, dass die Bühne nun lebendig werden darf:

„Wir liegen derzeit nicht nur sehr gut im Plan, sondern sind diesem sogar etwas voraus. Das Set für La traviata ist bis auf kleine Details schon so gut wie fertig, auf der Hinterbühne bereiten wir aktuell die Container für die Kostüme und die Maske vor. Momentan konzentrieren wir uns darauf, dass die Künstler:innen und auch unsere Kolleg:innen aus dem Haus für den Sommer hier einziehen können, dass alle in die Gegebenheiten vor Ort eingewiesen sind und sich alle hier sicher bewegen können. Bis zur Premiere müssen wir noch einige sicherheitstechnische Maßnahmen verbessern, aber dafür haben wir bereits unsere Spezialisten vor Ort, die alles zeitgerecht fertigstellen werden. Wir sind auf die Probenzeit also schon gut vorbereitet und ich freue mich sehr, dass sich die Seebühne jetzt von einer Baustelle voller bärtiger Männer in einen Spielplatz für die Kunst verwandeln kann. Zu sehen, dass dieser gewaltigen Bühne, an der man so lange gearbeitet hat, jetzt Leben eingehaucht wird, ist jedes Jahr wieder ein besonderes Gefühl.“

09.04.2026 Lenka Radecky-Kupfer, Leiterin der Kostümabteilung © Bregenzer Festspiele / Kristina Becker
09.04.2026 Lukas Fricker, künstlerischer Produktionsleiter des Spiels auf dem See © Bregenzer Festspiele / Kristina Becker
09.04.2026 Markus Holdermann, Leiter der Abteilung Licht und Multimedia © Bregenzer Festspiele / Kristina Becker
09.04.2026 Sami Kyllönen, Bühnenmeister auf der Seebühne © Bregenzer Festspiele / Kristina Becker

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