Sag mal, Natalie Baudy …
Weiße Schokolade, Popkultur und New York in den Siebzigern
Natalie Baudy ist Autorin und Dramaturgin. Ihre Stücke werden unter anderem im Staatstheater Augsburg, im Stadttheater Ingolstadt und im Theater KOSMOS in Bregenz gespielt. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit popkultureller Ästhetik, digitalen Phänomenen und feministischen Perspektiven auseinander. Für ihr Stück under the Influence wurde sie mit dem Autor:innen-Preis der österreichischen Theaterallianz ausgezeichnet. Im Rahmen der Bregenzer Festspiele wird das Stück am 12. August uraufgeführt.
Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?
Da gibt es viele. Einen guten Roman lesen, Fahrrad fahren mit einer leichten Brise im Gesicht, tanzen, ein Gespräch führen, das sich von selbst immer weiterträgt.
Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?
Wenn drei dieser vier Lieblingsbeschäftigungen darin vorkämen, wäre das auf jeden Fall schon ein ziemlich guter Tag.
Was ist einer deiner stärksten Charakterzüge?
Ich denke, dass ich fast alles lernen kann. Das ist vermutlich Selbstüberschätzung, aber erstmal ganz hilfreich.
Wer ist dein:e Held:in der Kindheit?
Natürlich meine Mutter.
Was ist deine größte Schwäche?
Ungeduld und weiße Schokolade.
Was inspiriert dich am meisten?
Popkultur und Menschen, die sich nicht beirren lassen.
Welche Fehler entschuldigst du am ehesten?
Eigentlich alle, die auch eingesehen werden.
Wenn du in eine andere Zeit reisen könntest, wohin würde es gehen?
New York City in den siebziger Jahren.
Welches Talent würdest du gerne haben?
Ich würde gerne richtig gut singen können.
Was schätzt du bei deinen Freund:innen am meisten?
Sie sind lustig, klug und haben einen unbestechlichen Geschmack.
Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?
Spar nichts auf, außer Geld.
Was oder wer hat dich zu under the influence inspiriert?
Zum einen der Fakt, dass Frauen mit zunehmendem Bildungsgrad und höheren beruflichen Positionen mehr Alkohol trinken.
Zum anderen die Frage, ob wir die subversive Kraft von Rausch überhaupt noch nutzen, oder ihn schon lang nur noch missbrauchen.
Was können wir aus under the influence lernen?
Im besten Fall ist es ein Anreiz zur Auseinandersetzung mit Rausch und patriarchalen Strukturen.
Gibt es ein Thema, das dich immer wieder beschäftigt in deiner künstlerischen Arbeit?
Wenn ich es auf ein Thema herunterbrechen müsste, würde ich sagen: unser Leben in der modernen Gesellschaft und der Versuch, die Leerstellen zwischen uns abzutasten, oder vielleicht sogar hier und da einmal zu überwinden.
In diesem Fragebogen verraten Menschen der Bregenzer Festspiele Gedanken rund ums Leben – und sich selbst.
Alle weiteren „Sag mal,...” Kurzinterviews finden Sie hier.