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Kritikerstimmen under the influence

Stand: 18.08.2026

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© Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis

Medium: APA
Autor: Christa Dietrich
Titel: "under the influence" von Natalie Baudy wurde als Siegerstück eines Wettbewerbs der Österreichischen Theaterallianz in Kooperation mit den Bregenzer Festspielen uraufgeführt
Datum: 13.08.2026

[…] Den Rausch nicht zu verklären, aber auch nicht zu verteufeln, dieser Balanceakt gelingt der Autorin Natalie Baudy in "under the influence". Ihr Text, eine humorvoll kluge und sachlich nüchterne Analyse des Alkoholkonsums und der Ekstase, streift die antike wie die moderne Literatur, gewährt einen Blick in die Popkultur und geht dem Patriarchat an den Kragen. Das Uraufführungspublikum hat das am Mittwochabend bei den Bregenzer Festspielen sehr goutiert. […]

[…] Johanna Hainz (Ems), Claudia Carus (Anja) und Roswitha Soukup (Lieselott) haben den exzellenten Tonfall des Stücktextes geradezu verinnerlicht. Die Inszenierung von Josef Maria Krasanovsky in seinem, einen Lichthof andeutenden Bühnenbild zielt souverän auf ihre Präsenz. […]

 

Medium: vn.at
Autor: Thomas Schiretz
Titel: Dionysos im Homeoffice
Datum: 13.08.2026

[…] Baudy deutet den Mythos radikal um: Während bei Euripides die “Bakchen” die Ordnung zerreißen, hält Dionysos bei Baudy sie gerade noch zusammen – eine Göttin, die ihre Macht verloren hat, aber ihre Pflichten behalten musste. Der Rausch ist nicht mehr ekstatische Befreiung, sondern erschöpfte Routine. […]

[…] Regisseur Josef Maria Krasanovsky, der ab 2027 die künstlerische Leitung des Theater Kosmos übernimmt, inszeniert den Text als spartenübergreifende Performance mit revueartigen Sequenzen, schnellen Schnitten und bildstarken Tableaus. Die Videoarbeit von Dominika Kalcher im Bühnehintergrund erweitert den Raum zu einem surrealen Innenleben, in dem die Plagen, die Erinnerungen und die mythologische Figur ineinanderfließen. […]

[…] „under the inuence“ ist eine rasante, kurvenreiche Fahrt durch Homeoffice‑Einsamkeit, Social‑Media‑Selbstinszenierung, Beziehungserschütterungen und zerstörerische Exzesse– aber auch durch Momente weiblicher Selbstermächtigung. Baudy zeigt, wie nah Rausch und Befreiung beieinanderliegen, und wie schwer es ist, sich aus gesellschaftlichen und biografischen Zwängen herauszutrinken oder herauszudenken. Langanhaltender Premierenapplaus – ein Abend, der nicht nur rauschhaft, sondern hellwach macht.

 

Medium: Neue Vorarlberger Tageszeitung
Autor: Sebastian Vetter
Titel: Die Göttin des Rausches wird ausgebeutet
Datum: 14.08.2026

[…] Doch erst als die Kanister bis zum letzten Tropfen ausgesoffen sind, beginnen sie mit dem gemeinsamen Versuch, das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Damit setzt eine komplett wahnwitzige Wendung ein, die hier nicht vorweggenommen werden sollte. Nur so viel: Es geht göttlich zur Sache, nicht unbedingt menschlich. […]

[…] Das Stück „under the influence“ besticht mit einem vielschichtigen Blick auf die Themen Rausch, Sucht, Mythos und Glück. Auch wenn manche Passagen redundant oder in die Länge gezogen erscheinen, ist es eine Wonne, den großartigen Schauspielerinnen beizuwohnen.

 

Medium: kulturzeitschrift.at
Autor: Sieglinde Wöhrer
Titel: Schwebezustand im leeren Becken
Datum: 13.08.2026

[…] Die Bühne des Regisseurs Josef Maria Krasanovsky schaut wirklich super aus. Der ins helle Gelb getauchte Pool vor schwarzem Hintergrund und der farblich abgestimmte Vorhang bringen gleichzeitig Spannung und Ruhe in dieses Stück, das auch auf abstrakte Weise den Rauschzustand und den Exzess zelebriert. […]

Medium: ARTALPSREVIEW
Autor: Peter Jakubitz
Titel: under the influence
Datum: 21.08.2026

[…] Krasanovskys Bühnenbild ist die große Stärke des Abends. Der Lichthof des Wohnhauses wird zum klaustrophobischen und zugleich offenen Resonanzraum. Nähe und Isolation sind gleichzeitig spürbar. […]

[…] Die drei Frauen werden von Johanna Hainz, Claudia Carus und Roswitha Soukup mit großer Präsenz gespielt, Lisa Schrammel übernimmt die Rolle des Dionysos. Besonders dort, wo Körper, Raum und Bühnenbild zusammenspielen, entwickelt der Abend seine stärksten Momente. […]

[…] Ein Abend, der berührt, Fragen aufwirft, aber auch nicht so dicht ist, dass er voll und ganz überzeugt. Dennoch Applaus für ein mutiges Stück Theater. […]

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