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Penthesilea

Othmar Schoeck

Entgrenzte Leidenschaft, Wahnsinn und der fatale Konflikt zwischen Liebe und Pflicht im Trojanischen Krieg: Die Amazonenkönigin Penthesilea verliebt sich in den griechischen Helden Achilles, muss ihn aber nach dem Gesetz im Kampf besiegen, um ihn zu heiraten. In einem ekstatischen Gewaltexzess zerfleischt Penthesilea Achilles und stirbt am Ende selbst.

Mit dramatischer Wucht schuf der als Liedkomponist bekannte Schweizer Othmar Schoeck einen 80-minütigen rauschhaften Operneinakter auf Grundlage des gleichnamigen Trauerspiels von Heinrich von Kleist. Die dunkle, hochemotionale Musik steht stilistisch zwischen Spätromantik und freier Tonalität und ist mit zehn Klarinetten, Schlagwerk und Klavier außergewöhnlich besetzt. Zwischen Melodram und Gesang hin und her pendelnd vermittelt das Werk eine archaische-düstere Stimmung.

Die französische Regisseurin Mariame Clément versetzt die Handlung in den abstrakten Raum eines anatomischen Theaters und rückt den Konflikt zwischen individuellem Glücksstreben und den Zwängen der Gesellschaft in den Fokus. 100 Jahre nach seiner Uraufführung erlebt das packende Werk anlässlich des 250. Geburtstags des Dramatikers Heinrich von Kleist eine seltene Neuinszenierung bei den Bregenzer Festspielen.

21. Juli 2027 – 19.30 Uhr (Premiere)
25. Juli 2027 – 11.00 Uhr
2. August 2027 – 19.30 Uhr

Festspielhaus, Großer Saal

T +43 5574 407-228
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