Bregenzer Festspiele
Sunset See©Anjakoehler 250031
Aktuelles Schnell finden →

Kritikerstimmen Die Ausflüge des Herrn Brouček

Stand: 04.08.2026

20260710 BREGENZER FESTSPIELE DIE AUSFLUEGE DES HERRN BROUCEK 021
© Bregenzer Festspiele / Daniel Ammann

Medium: APA
Autor: Martin Fichter-Wöß
Titel: Bregenzer Festspiele: Herr Brouček sucht das Glück - und findet es
Datum: 24.07.2026

[…] Der US-Regisseur lieferte am Donnerstag bei den laufenden Bregenzer Festspielen mit der Hausoper "Die Ausflüge des Herrn Brouček" so etwas wie sein Gesellenstück für das Festival am Bodensee ab. Und das gelang meisterlich. Leoš Janáčeks selten gespielte Satire funktioniert hier als scharfer und nie platter Kommentar auf unsere Zeit. […]

[…] Peter Hoare gibt als Brite den perfekten Klischee-Tschechen mit Schlapfen und Strickweste. […]

[…] Insofern stellt "Die Ausflüge des Herrn Brouček" auch ohne große Aktualisierungen vonseiten der Regie zumindest im Mond-Teil eine heute immer noch erschreckend modern wirkende Gesellschaftssatire dar. […]

[…] Yuval Sharon hält dabei die Balance aus Ironie und Abstraktion, gestaltet die Bühnenelemente als grafische Umsetzung, die teils an der tschechischen Animationstradition geschult scheint. […]

[…] Robert Jindra im Graben lässt unterdessen die Wiener Symphoniker mal wie Richard Strauss klingen, vornehmlich aber wie Janáček. So trifft hier Walzerseligkeit auf Pathos und moderate Dissonanzen. […]


Medium: nmz
Autor: Wolf-Dieter Peter
Titel: Wir sind alle Dada-Gaga – Im Bregenzer Festspielhaus blüht Leos Janáčeks Opern Orchidee „Die Abenteuer des Herrn Brouček“
Datum: 24.07.2026

[…] Die Stoff- und Werkgeschichte ist schon ein eigenes, eigenwilliges und turbulentes Opus. Für die Aufführungspraxis muss das komprimiert heißen: in die Traum-, Trick- und Zauberkiste allen Theaters greifen – und dazu diesen musikalischen Janáček-Tonfall treffen. Genau dafür gibt es Festspiele und die zweite Neuproduktion diesmal im Bregenzer Festspielhaus erfüllte dies – zu Recht umjubelt. […]

[…] Schon die ersten Takte von Dirigent Robert Jindra und den hellwach spielfreudig klingenden Wiener Symphonikern bestätigten dies: eine Ahnung von klanglichem Gekicher und Gemecker – und dann der erste dieser wiederkehrenden, von Blechfanfaren gekrönten Aufschwünge – und dann gleich auch wieder die Brechung ins Kleine. Dazu im Verlauf mal der freche Umbruch im Tonfall, eine ganz der Situation angepasste Sprechmelodie – und dann die große, süße, herzerwärmende Kantilene… all das gelang glänzend – und ließ bis zum Schluss den Wunsch durch Herz und Hirn geistern „Bitte mehr Janáček in den Spielplänen!“ […]

[…] Regisseur Yuval Sharon, Ausstatter Jon Bausur, Video-Zauberin Hannah Wasileski, Choreograph Crispin Lord und „Licht-Spieler“ Yi Zhao haben mal über die in der tschechischen Theaterkultur gepflegte „Laterna magica“ hinaus einfach in die Illusions- und Zauberkiste gegriffen. […]

[…] Dass dieser auch Janáček-biografische Historien-Teil nicht zu lange geriet, war dem Prager Philharmonischen Chor unter Lukáš Vasilek zu danken: idiomatisch genauer und in überwältigender Begeisterungsklangfülle kann die damalige tschechische Unabhängigkeit nicht besungen werden. […]

[…] Peter Hoare war in Strickjacke und leicht ausgebeulter Alltagshose ein perfekter Brouček; Tatev Bajoran ließ durch alle Welten Männer-betörenden Sopran-Zauber leuchten – und dann kann der Besetzungzettel nicht wiedergegeben werden: denn Mihails Culpajevs, Károly Szemerédy oder Jan Štáva wie nahezu alle übrigen glänzenden Solisten waren in Mehrfachrollen kaum nachzuerzählen – tutti bravi! Aller Jubel verdient! […]


Medium: Merkur.de
Autor: Markus Thiel
Titel: Bruchlandung in der Vergangenheit: Bregenz zeigt „Die Abenteuer des Herrn Brouček“
Datum: 24.07.2026

[…]Regisseur Yuval Sharon und Ausstatter Jon Bausor sind da sehr fantasievoll unterwegs. Und dies ohne alles zu überreizen (eine Gefahr bei diesem Stück) oder in den Sparwitz zu treiben. […]

[…] Im zweiten Teil klettert Brouček in den Keller, die Unterbühne fährt nach oben, und im Tiefgeschoss erheben sich die Geister der Vergangenheit. Es ist, als ob ein Historiengemälde des 15. Jahrhunderts plötzlich lebendig wird. […]

[…] Auch sonst spendiert Bregenz Exzellentes mit Tatev Baroyan als Geliebte des Titelhelden, mit Mihails Čulpajevs, der dank seines stechenden Tenors das Getändel durchkreuzt. Oder mit Károly Szemerédy, der so baritonwürdig klingt wie er auftritt. […]

[…] Jindra bringt einen gesunden Zug in die Aufführung, ohne alles zu überwürzen. Auch im Graben wird also fein dosiert, keiner lässt sich hier zur Hyperaktion verführen. […]


Medium: O-Ton
Autorin: Jutta Schwegler
Titel: Spießerchen im Weltall
Datum: 24.07.2026

[…] die herrliche Musik Janáčeks. Sie ist sehr nah an den Stimmungen der Figuren, lässt auf dem Mond viel Sternenstaub regnen und ist überhaupt sehr sprechend, in Melodiebögen lyrisch, sehr emotional und in der Schlachtenszene im zweiten Teil umwerfend pathetisch. Zerrissene Klänge, schneidendes Blech. […]

[…] Im zweiten Teil erscheint vorwiegend durch die sorgsam auf alt getrimmten Kostüme der Akteure eine andere Welt, folkloristisch, bunt, prächtig. […]

[…] Hoare singt den Brouček mit vollem Einsatz aller seiner komödiantischen und sängerischen Fähigkeiten einfach fantastisch. Sein Charaktertenor ist der Rolle in jeder Hinsicht gewachsen, er kann singen, krähen, winseln und schreien, alles gepaart mit einer offensichtlich großen Spielfreude, eine Idealbesetzung! […]

[…] Der exzellente Prager Philharmonische Chor unter der Leitung von Lukáš Vasilek beweist gemeinsam mit den Solisten die ganz besondere slawische Art zu singen: sehr obertonreich und mit gehöriger Kraft in der Stimme, sehr ernsthaft auch. […]

[…] Robert Jindra, Musikdirektor am Nationaltheater Prag, dirigiert die Wiener Symphoniker gut durchhörbar, aber auch auftrumpfend und feurig, man merkt, dass er für das Stück brennt. Akiko Metzler an der Celesta und Anahita Pasdar an der Orgel verstärken die vielschichtige Musik. […]


Medium: Mainpost
Autor: Klaus-Peter Mayr
Titel: Surrealer Opernspaß: Bier, Braten und ein Flug zum Mond bei den Bregenzer Festspielen
Datum: 24.07.2026

 […] Das Publikum im ausverkauften Festspielhaus amüsiert sich prächtig und jubelt am Ende zurecht allen zu: den Sängerinnen und Sängern auf der Bühne, allen voran Peter Hoare in der Titelrolle, den Wiener Symphonikern mit Dirigent Robert Jindra, und Regisseur Yuval Sharon sowie Bühnen- und Kostümbildner Jon Bausor für ein fantasievolles Setting dieses verrückten Musiktheaters. […]

 […] Eine gute Wahl ist Regisseur Yuval Sharon. Er kann satirische Geschichten mit skurrilen Figuren, groteskem Humor und scharfer Ironie geistreich inszenieren. Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildner Jon Bausor hat er eine Szenerie ausgetüftelt, die sich am Dadaismus und absurden Theater orientiert. Ihre Bilder – mit Mondmenschen, die umhüllt sind von säulenartigen Quadern, und der düsteren Ruinenlandschaft des mittelalterlichen Prag – sind großer Bühnenzauber. Traum und Wirklichkeit, Reales und Surreales fließen fantastisch-vergnüglich ineinander. […]


Medium: St. Galler Tagblatt
Autor: Martin Preisser
Titel: Eine Satire auf unsere Bequemlichkeit
Datum: 25.07.2026

[…] Dieses kleine Holzzimmer ist der Dreh- und Angelpunkt des Bühnenbildes, das mit zahlreichen verblüffenden Effekten aufwartet (Bühne: John Bausor) […]

[…] Wenn so eine lange gleichbleibende Choreografie Spaß macht und amüsiert, ist man als Zuschauer nur in einer der vielen Szenen dieser wunderbar spielerischen, fantasievollen und leichtflüssigen Inszenierung von Juval Sharon. […]

[…] Diese Oper ist wirklich bis ins Detail durchdacht, geistvoll und mit Esprit umgesetzt. […]

[…] Am Pult der Wiener Symphoniker steht mit dem Dirigenten Robert Jindra ein Musiker, der die faszinierende Klangsprache Leoš Janáček in allen Facetten, transparent und farbig aufrollen kann. Die Dichte und Vielfalt dieser Musik ist überwältigend, sie folgt stets dem Fluss der tschechischen Sprache, mit einer ganz speziellen Rhythmik. […]

[…] Souverän wie ein Muttersprachler taucht der englische Tenor Peter Hoare als Herr Brouček in diese enorm schwierig zu singende Partitur ein. Seine Präsenz als stets jammernder, sich nirgends einbringen wollender Spiessbürger ist an diesem Abend eine ganz herausragende schauspielerische und sängerische Leistung. […]

[…] Unglaublich sorgfältig gemacht sind die historischen Gewänder in einer Szenerie, in der Brouček in seine eigene Vergangenheit eintaucht. […]

[…] Dem Haupthelden stehen zehn weitere Sängerinnen und Sänger zur Seite, die in Bühnenpräsenz und spürbarem Enthusiasmus für diese wenig bekannte Janáček-Oper dem Hauptakteur Peter Hoare in nichts nachstehen. […]



Medium:
FORUMOPERA.COM 
Autor: Jean-Marcel Humbert
Titel: JANÁČEK, Les Voyages de Mr Brouček – Bregenz
Datum: 26.07.2026

[…] Janáček apporte à cette comédie de l’absurde une bonne dose d’humour et de satire, rendant son œuvre particulièrement originale. […]

[…] Janáček verleiht dieser absurden Komödie eine gute Portion Humor und Satire, was sein Werk besonders originell macht. […]

[…] La production, qui fait appel à un appareillage scénique digne de Broadway, est tout à fait étonnante. Le metteur en scène américain Yuval Sharon, inspiré par le dadaïsme, nous entraîne sur les voies d’une saisissante déraison, qui se construit sur la scénographie spectaculaire de Jon Bausor, éclairée très efficacement par Yi Zhao et animée des vidéos étonnantes de Hannah Wasileski. […]

[…] Die Inszenierung, die sich einer Broadway-würdigen Bühnenausstattung bedient, ist absolut beeindruckend. Der vom Dadaismus inspirierte amerikanische Regisseur Yuval Sharon entführt uns auf die Spuren einer packenden Absurdität, die sich auf der spektakulären Bühnenbildgestaltung von Jon Bausor aufbaut, sehr wirkungsvoll von Yi Zhao beleuchtet und durch die erstaunlichen Videos von Hannah Wasileski belebt wird. […]

[…] La distribution est particulièrement bien adaptée, dominée par l’anglais Peter Hoare, étonnant Matěj Brouček, jouant et chantant de façon sonore, bien dans le style, d’une manière simple et sans excès, un personnage plutôt sympathique quoique totalement déphasé. Mihails Culpajevs est à ses côtés un peintre au timbre percutant, qui personnifie avec un jeu tout à fait convaincant l’amant de Málinka. […]

[…] Die Besetzung ist besonders gut gewählt, angeführt vom Engländer Peter Hoare, dem überraschenden Matěj Brouček, der klangvoll, ganz im Stil der Rolle, auf einfache und zurückhaltende Weise eine eher sympathische, wenn auch völlig daneben liegende Figur spielt und singt. An seiner Seite steht Mihails Culpajevs, ein Maler mit durchschlagendem Timbre, der mit absolut überzeugendem Spiel Málinkas Liebhaber verkörpert. […]

[…] Tous les autres chanteurs composent fort bien les figures joyeusement caricaturées de tout le petit monde qui meuble la vie quotidienne du héros, et qui l’accompagne dans ses pérégrinations. Le chant est parfait, les ensembles dynamiques, y compris le Prague Philharmonic Choir, et les surtitres très bien venus qui permettent de ne pas perdre un mot des dialogues. […]

[…] Alle anderen Sänger verkörpern sehr gut die fröhlich karikierten Figuren der kleinen Welt, die den Alltag des Helden ausfüllt und ihn auf seinen Streifzügen begleitet. Der Gesang ist perfekt, die Ensembles dynamisch, einschließlich des Prager Philharmonischen Chors, und die sehr willkommenen Übertitel sorgen dafür, dass man kein Wort der Dialoge verpasst. […]

[…] Le chef Robert Jindra dirige l’excellent orchestre avec vivacité et doigté, rendant parfaitement le langage musical richement nuancé de Janáček. Drôle, festive et variée, mais prêtant aussi à la réflexion, cette production exemplaire nous a donc offert le plaisir de suivre en totalité les aventures de Mr Brouček, et constitue une totale réussite. […]

[…] Dirigent Robert Jindra leitet das hervorragende Orchester mit Lebendigkeit und Fingerspitzengefühl und bringt die facettenreiche musikalische Sprache Janáčeks perfekt zur Geltung. Diese vorbildliche Inszenierung – witzig, festlich und abwechslungsreich, aber auch zum Nachdenken anregend – hat uns somit das Vergnügen bereitet, die Abenteuer von Herrn Brouček in ihrer Gesamtheit zu verfolgen, und ist ein voller Erfolg. […]



Medium: Donaukurier 
Autorin: Sabine Busch-Frank
Titel: Bierselig durch Raum und Zeit
Datum: 25/26.07.2026

[…] In Bregenz kann die Festspielproduktion im Haus „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ von Leoš Janáček voll überzeugen. […]

[…] Das Werk erlebt gerade eine kleinere Renaissance, und nach einer Koproduktion der Opernhäuser in Brünn, Berlin und Madrid ist jetzt bei der Neuinszenierung der Bregenzer Festspiele mit dem britischen Tenor Peter Hoare in der Titelrolle auch ein Sänger zu erleben, der diese Partie in den letzten Jahren erheblich mitgestaltet hat. […]

[…] Im Flugmodus startet dann auch der Abend, zoomt sich in eine charmant gezeichnete Landschaft schwarz-weißer Häuschen, bleibt schließlich stehen bei einem Spitzdach im Zentrum, liebevoll ausstaffiert mit Sessel und Fernseher. Hier ist die spießbürgerliche Herrlichkeit des Hausbesitzers Brouček beheimatet. […]

[…] Die Bregenzer Aufführung hütet sich vor Aktualisierungen, und dennoch erweist sich die Oper als gut gealtert. Das liegt vor allem an der üppig erblühenden Bildsprache von Ausstatter Jon Bausor und der quirligen Regie des Amerikaners Yuval Sharon. […]

[…] Das Werk ist so gestaltet, dass die meisten Figuren in Dreifachrollen auftreten. Die hieraus resultierenden stimmlichen wie darstellerischen Chancen nutzen die wandelbare Sopranistin Tatev Baroyanals Malinka, Etherea und Kunka sowie der lyrische Tenor Mihails Culpajevsals Mazal, Blankytný und Petřík. Der Ungar Károly Szemerédy hat dagegen seinen stärksten Moment in der letzten seiner drei Rollen, wenn er als Domšík einen großen, ariosen Aufruf zum Glaubenskampf setzt. […]

[…] Großen Spaß macht es auf jeden Fall, sich mit dem kleinen Herrn Brouček auf die Reise zu begeben, und das verdankt sich vor allem dem Sängerdarsteller Peter Hoare, der die vielen Parlandostellen, vertrackte Rhythmik und Diktion sowie eine fast andauernde Bühnenpräsenz traumwandlerisch mit einem ausgereiften Rollenporträt verwebt. […]



Medium: Frankfurter Allgemeine Zeitung 
Autor: Werner M. Grimmel
Titel: Fliegt ein Biertrinker durchs All
Datum: 27.07.2026

[…] Krass auskomponiertes Lachen: Leoš Janáčeks selten aufgeführte Oper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ erheitert in Bregenz. […]

[…] Das 1920 in Prag uraufgeführte, aber bereits von 1908 an komponierte Werk wartet, wie sich nun bei der Premiere in Bregenz mit einem großartigen britischen Tenor Peter Hoare in der Titelrolle, einem phantastischen tschechischen Gesangsensemble, dem Prager Philharmonischen Chor (Einstudierung: Lukas Vasilek) und den Wiener Symphonikern eindrucksvoll bestätigte, mit einer hoch originellen, für ihre Entstehungszeit eminent modernen Musik auf. […]

[…] Broučeks spitzgiebliges Häuschen hebt wie eine Rakete ab, fliegt an grafisch stilisierten Spiralgalaxien vorbei, kippt kopfüber und bohrt sich mit der Spitze in den Mondboden. Dass Hoare bei diesem freischwebenden Manöver nicht nur auf den Beinen bleibt, sondern auch noch singen kann, nötigt Bewunderung ab. […]

[…] Bausor hat sich für diese Szene an perspektivisch ausgeklügelten Gemälden des Renaissancemalers Piero della Francesco orientiert. Die Fülle aufwendig hergestellter historischer Kostüme beeindruckt. […]



Medium: Südwest Presse 
Autor: Jürgen Kanold
Titel: Viel Bier und berauschende Musik
Datum: 25.07.2026

[…] Eine hoch expressive Musik, ungemein farbenreich bis spät im pressionistisch. Die Walzeremphasen im ersten Teil lassen sich sentimental als einen „Rosenkavalier“ aus Prag hören. Scharf sich reibende Blechbläserfiguren, volkstümliche Motive, eine weich blühende Melancholie. Und die tschechische Sprachmelodie bestimmt auch den Gesang. Robert Jindra webte mit den wunderbaren Wiener Symphonikern einen faszinierenden Klangteppich. […]

[…] Sharon inszeniert diese Groteske fröhlich bildhaft und mit Ironie. […]

[…] Doch diese Musik und dieses großartige Ensemble! Mit Peter Hoare in der Titelpartie, mit dem fantastischen lyrischen Tenor Mihails Culpajevs als Mazal und Tatev Baroyan als Málinka. Premierenjubel.



Medium: Süddeutsche Zeitung 
Autor: Egbert Tholl
Titel: Ein Häuschen fliegt zum Mond
Datum: 25.07.2026

[…] Leoš Janáčeks „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ bei den Bregenzer Festspielen ist große Theaterzauberei. […]

[…] Die Aufführung in Bregenz ist fantastisch. Das Personal ist hervorragend gecastet, der Prager Philharmonische Chor bestens aufgelegt, Robert Jindra dirigiert die Wiener Symphoniker präzise durch alle Spielarten aufgekratzter Komik. Peter Hoare sing und spielt den Brouček, als hätte Janáček genau ihn im Sinn gehabt, als er die Oper schrieb. […]

[…] Ein Wirtshaus gibt es nicht, nur viele Türen im Schwarz des Bühnenhintergrunds, aus denen die Figuren treten, etwa die großartig widerspenstige Málinka, in Gestalt von Tatev Baroyan eine Achtzigerjahre-Stilikone mit Stonewashed-Jeans, enormem Haarwust und brillanter Stimme. […]

[…] Zum Mond fliegt das Häuschen, das ist nun wirklich große Theaterzauberei, das Ding hebt sich in die Höhe, dreht sich um 180 Grad, Peter Hoare mittendrin, und landet auf der Spitze auf der Mondoberfläche. […]

[…] Die Menschen des Prags von 1420 schauen alle aus, als wären sie dem Gemälde eines sehr alten Meisters entstiegen. Alles zusammen führt zu einer glucksenden Heiterkeit mit Hintersinn, also großartig.



Medium: Klassik-begeistert 
Autor: Dr. Charles E. Ritterband
Titel: Bregenz triumphiert mit einer fulminant-grotesken Janacek-Rarität
Datum: 26.07.2026

[…] Phänomenal inszeniert, mit verblüffenden Effekten und großartigen Gags, musikalisch hervorragend. […]

[…] Der junge amerikanische Regisseur Yuval Sharon hat mit dieser geradezu atemberaubend originellen Inszenierung eine erstklassige Visitenkarte abgegeben. […]

[…] Zu den Bildwelten, technisch meisterhaft und an altmodische Kinderbücher erinnernd die herrliche, aber nicht ganz leicht zugängliche Musik Janáčeks, die passagenweise an Richard Strauss erinnert und weit ins 20. Jahrhundert hinein weist – fulminant, sensibel und präzise dargeboten von den Wiener Symphonikern. […]

[…] Die fantastische Handlung hält uns in ihrem Bann, die technischen Effekte lösen Erstaunen aus. […]

[…] Peter Hoare gibt den Matej Brouček souverän und klanglich überzeugend – eine gesanglich höchst anspruchsvolle, schwierige Rolle. […]



Medium: Ludwigsburger Kreiszeitung 
Autor: Dietholf Zerweck
Titel: Broučeks bierselige Traumreisen
Datum: 28.07.2026

[…] Der singdarstellerisch hervorragende Tenor Peter Hoare als Brouček und seine eloquenten Kollegen im britisch-lettisch-ungarisch-armenisch-tschechischen Sängerteam machen diesen Prolog zu einem vergnüglichen Auftakt. […]

[…] Und plötzlich erhebt er sich in Yuval Sharons ideenreicher Inszenierung ins Weltall samt seinem rotierenden Häuschen, das sich mit spitzem Dach in die Mondoberfläche bohrt: Ein vom Bühnen- und Kostümbildner Jon Bausor […] realisierter Zaubertrick, der die Zuschauer mitnimmt in die Fantasiewelt von Brouček. […]

[…] Musikalisch kontrastreich, sängerisch glänzend und einfallsreich inszeniert. […]



Medium: Der Opernfreund 
Autorin: Kirsten Liese
Titel: „Die Ausflüge des Herrn Brouček“, Leoš Janáček
Datum: 26.07.2026

[…] Lilli Paasikivi hat nicht nur eine gute Spürnase für solche musikdramatischen Juwelen, sie findet dafür auch die geeigneten Partner, gelingt doch bereits zum zweiten Mal nach dem grandiosen Oedipe im Vorjahr eine faszinierende Produktion. […]

[…] Regisseur Yuval Sharon erscheint mit seiner fantasiereichen Umsetzung jedenfalls als der richtige Mann für die Janáček-Rarität. […]

[…] Mit seinem in allen Lagen agilen Tenor und großer Strapazierfähigkeit meistert er seinen Antihelden, der neben Dutzenden von Nebenfiguren permanent im Zentrum des Geschehens steht. […]

[…] Mit Robert Jindra stand bei alledem ein gebürtiger Prager am Pult, der die Wiener Symphoniker und den blendend einstudierten Prager Philharmonischen Chor sicher, dynamisch und farblich, aber auch etwas gleichförmig durch die Partitur führte. […]



Medium: European-News-Agency
Autorin: Nadejda Komendantova
Titel: Moonlight, History and Beer: Janáček's Mr Brouček
Datum: 24.07.2026

[…] Leoš Janácek’s Die Ausflüge des Herrn Broucek at the Bregenz Festival is a rare and exhilarating pleasure: a “house opera” that embraces the full oddity of this burlesque score while turning its satire into pointed contemporary theatre. In the Große Saal of the Festspielhaus, Yuval Sharon and his team deliver a production that feels both fantastical and surgically precise, staging Broucek’s escapes from reality. […]

[…] Leoš Janáčeks „Die Ausflüge des Herrn Broucek“ bei den Bregenzer Festspielen sind ein seltenes und berauschendes Vergnügen: eine „Hausoper“, die die ganze Skurrilität dieser burlesken Partitur aufgreift und ihre Satire gleichzeitig in pointiertes zeitgenössisches Theater verwandelt. Im Großen Saal des Festspielhauses präsentieren Yuval Sharon und sein Team eine Inszenierung, die zugleich fantastisch und chirurgisch präzise wirkt und Broučeks Flucht aus der Realität in Szene setzt. […]

[…] What makes the staging so effective is its clarity of focus. Broucek’s journey is always at the centre, visually and dramaturgically. The fantastical environments are richly detailed, but they never drown the narrative; instead, they reveal how each society projects its own fantasies and blind spots onto this thoroughly ordinary man. […]

[…] Was die Inszenierung so wirkungsvoll macht, ist ihre klare Fokussierung. Brouceks Reise steht stets im Mittelpunkt – sowohl visuell als auch dramaturgisch. Die fantastischen Kulissen sind detailreich gestaltet, überlagern jedoch niemals die Erzählung; vielmehr zeigen sie, wie jede Gesellschaft ihre eigenen Fantasien und blinden Flecken auf diesen durch und durch gewöhnlichen Mann projiziert. […]

[…] Musically, the evening benefits greatly from Robert Jindra’s conducting of the Wiener Symphoniker and the Prager Philharmonischer Chor. […]

[…] Musikalisch profitiert der Abend in hohem Maße von Robert Jindras Dirigat der Wiener Symphoniker und des Prager Philharmonischen Chors. […]

[…] The chorus, crucial especially in the Hussite scenes, moves with impressive discipline between burlesque exaggeration and genuine intensity, supporting Sharon’s staging in making collective behaviour both comic and unsettling. Peter Hoare in the title role anchors the performance with a tenor that combines flexibility and character. Vocally, he negotiates Janácek’s angular lines with security, colouring them to express Broucek’s constant oscillation between self-pity, bluster and panic. […]

[…] Der Chor, der vor allem in den hussitischen Szenen eine entscheidende Rolle spielt, bewegt sich mit beeindruckender Disziplin zwischen burlesker Übertreibung und echter Intensität und unterstützt damit Sharons Inszenierung dabei, kollektives Verhalten sowohl komisch als auch beunruhigend wirken zu lassen. Peter Hoare in der Titelrolle prägt die Aufführung mit einer Tenorstimme, die Flexibilität und Charakter vereint. Stimmlich meistert er Janáčeks kantige Melodielinien souverän und färbt sie so ein, dass sie Broučeks ständiges Schwanken zwischen Selbstmitleid, Prahlerei und Panik zum Ausdruck bringen. […]

[…] Dramatically, Hoare resists the temptation to play the character as pure buffoon. […] Around him, a strong ensemble fills Janácek’s gallery of moon-dwellers, patriots and bureaucrats with sharply etched types, ensuring that each new society feels vivid in its own right. […]

[…] Beeindruckenderweise widersteht Hoare der Versuchung, die Figur als reinen Clown darzustellen. […] Um ihn herum füllt ein starkes Ensemble Janáčeks Galerie aus Mondbewohnern, Patrioten und Bürokraten mit scharf gezeichneten Typen und sorgt dafür, dass jede neue Gesellschaft auf ihre eigene Weise lebendig wirkt. […]

[...] For audiences willing to follow Janácek onto the moon and into the past, Bregenz offers a production of real bite and imagination, one that proves this “unusual opera of the 20th century” can speak with startling clarity to the 21st. [...] 

[…] Für ein Publikum, das bereit ist, Janáček auf den Mond und in die Vergangenheit zu folgen, bietet Bregenz eine Inszenierung mit echtem Biss und Fantasie, die beweist, dass diese „ungewöhnliche Oper des 20. Jahrhunderts“ auch im 21. Jahrhundert mit verblüffender Klarheit sprechen kann. […]



Medium: NEUE Vorarlberger Tageszeitung 
Autorin: Katharina von Glasenapp
Titel: Glänzende Hausoper in Bregenz
Datum: 24.07.2026

[…] Vom ersten skizzenhaften Umriss eines Baukastendorfes über das Tiny House des Herrn Brouček zur pastellfarbenen Traumwelt auf dem Mond und zur geschichtsträchtigen „Unterwelt“ zieht die Ausstattung, zu der noch phantastische Weltraum-Videos von Hannah Wasileski gehören, in ihren Bann. […]

[…] Der britische Tenor Peter Hoare verkörpert den Brouček stimmlich und körperlich beweglich mit allen Facetten eines schrulligen Außenseiters. Höchst anspruchsvoll ist die Tenorpartie, die den litauischen Tenor Mihails Čuļpajevs in höchste Höhen führt, die er mit Strahlkraft und Energie meistert. Seine Partnerin ist die armenisch-amerikanische Sopranistin Tatev Baroyan mit leuchtender Beweglichkeit, der stimmlich wie körperlich mächtige ungarische Bariton Károly Szemerédy gibt das Fundament als Sakristan, Lunobor und Domšik. Eine Vielzahl von kleinen Partien ist ebenfalls treffend und stimmig besetzt. […]

[…] Mit den beweglichen Holzbläsern und der außergewöhnlich farbigen Instrumentation (mit Celesta und Orgel) erweckt Dirigent Robert Jindra die Musiksprache Janáčeks zum Leben. […]

[…] Der von Lukáš Vasilek einstudierte Prager Philharmonische Chor läuft wieder einmal zu Hochform auf. […]

[…] So ist diese „Hausoper“ erneut höchst eindrucksvoll, man wünscht ihr viel Publikum und/oder Opernhäuser, die die Produktion übernehmen. […]




Medium: Vorarlberger Nachrichten 
Autor: Andreas Marte
Titel: Ein Stubenhocker zwischen Mond und Mittelalter
Datum: 23.07.2026

[…] Bregenz Mit Leoš Janáčeks selten gespielter Oper „Die Aus üge des Herrn Brouček“ legen die Bregenzer Festspiele eine Produktion vor, die fragen lässt, weshalb dieses Werk so selten auf den Spielplänen steht. […]

[…] Peter Hoare trägt die exponierte Titelrolle mit bemerkenswerter Präzision. Er macht aus Brouček keinen bloßen Trottel. Brouček reagiert stets gleich, weil jede Veränderung seine sorgsam geordnete Welt bedroht. […] Zu viel Karikatur hätte ihn zur Schablone gemacht, zu viel Sympathie die Satire abgeschwächt. Hoare hält beides im Gleichgewicht. Sein Brouček ist lächerlich, aber nicht leer. Man lacht und erkennt den vertrauten Wunsch, eine unbequeme Wahrheit rasch loszuwerden. […]

[…] Das vielgestaltige Ensemble hält die zahlreichen Verwandlungen klar auseinander. Mihails Culpajevs, Károly Szemerédy und Tatev Baroyan verleihen ihren verschiedenen Rollen jeweils ein eigenes Profil. Jan Šťáva, Gaja Napast, Jana Kurucová, Svatopluk Sem, Linard Vrielink, Paul Curievici und Lukáš Bařák fügen sich präzise in die groteske Mechanik des Abends ein. Dass dieselben Sängerinnen und Sänger verwandelt wiederkehren, ist mehr als ein Kunstgriff. […]

[…] Die Bregenzer Aufführung lacht über diese Verweigerung und weckt zugleich jene Neugier, die ihrer Hauptfigur fehlt. Damit wird „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ zu einem Plädoyer für ein Werk, das zu lange als schwer vermittelbare Rarität galt. […]

 

Medium: Nachrichten Österreich
Autorin: Christina Reiter
Titel: Bregenzer Festspiele präsentieren innovative Inszenierung von Janáčeks „Die Ausflüge des Herrn Brouček“
Datum: 24.07.2026

[…] Regie führt der innovative Yuval Sharon, der mit seiner Inszenierung viel frischen Wind in die Tradition der Oper bringt. […]

[…] Vor wenigen Tagen präsentierte Sharon das Stück, und das Publikum war begeistert! […]

[…] Sharon hat es allerdings geschickt vermieden, aufdringliche Parallelen zu aktuellen Konflikten zu ziehen, was der Inszenierung eine gewisse zeitlose Qualität verleiht. […]

[…] Ein echtes Highlight, das sowohl Opernliebhaber als auch Neulinge gleichermaßen begeistert. […]


Medium: Salzburger Nachrichten
Autor: Jörn Florian Fuchs
Titel: Ein gemütlicher Wurstliebhaber träumt vom Mond
Datum: 24.07.2026

[…] Wie schön, dass Yuval Sharon im Bregenzer Festspielhaus mit seinem Ausstatter Jon Bausor keine Gegenwart einschleust, sondern ein wundersam verdrehtes, altes Prag durch illuminierte Häuschen und das sich um die eigene Achse drehende Zimmer des Titelhelden zeigt. […]

[…] Es ist die große Stärke von Sharon (der in Bregenz 2028 auf der Seebühne Wagners „Fliegenden Holländer“ inszenieren wird), mit aufwändiger Technik, die aber streckenweise wie handgemacht – wie gemalt – wirkt, für effektvolles Theater zu sorgen, man muss ihm nur die richtigen Stoffe geben! Dies ist so einer. Und wir Heutigen erkennen mühelos, dass Janáček seinen Zeitgenossen einen wunderbaren Zerrspiegel vorhielt. […]

[…] Auch musikalisch war die Premiere am Donnerstagabend ein Triumph. Mit Robert Jindra am Pult der Wiener Symphoniker, der die eigenwillige, nicht leichte, weil ständig changierende Partitur perfekt ausbalanciert. […]

[…] Durchgehend toll besetzt das weitere Ensemble. […]


Medium: politica&prosa
Autor: Rosa Massagué
Titel: Zum Mond fliegen und im 15. Jahrhundert landen
Datum: 28.07.2026

[...] La soprano Tatev Baroyan en el triple paper de Málinka, Etherea i Kunka, va exhibir una veu 
potent amb uns aguts ben esmolats. El tenor Mihails Culpajevs (Mazal, Blankytny i Petrik) 
també va cantar els tres personatges amb una gran solidesa. El baix-baríton Karoly 
Szemeredy va ser un bon sagristà a la terra, a la lluna i campaner al segle XV. L’Orquestra 
Simfònica de Viena i el Cor Filharmònic de Praga sota la direcció del txec Robert Jindra, 
actual director musical de l’Òpera Nacional txeca, van superar amb nota tots els molts 
esculls de la partitura. [...] 

[…] Die Sopranistin Tatev Baroyan sang die drei Rollen Málinka, Etherea und Kunka mit kraftvoller Stimme und brillanten Höhen. Auch der Tenor Mihails Culpajevs (Mazal, Blankytný und Petřík) überzeugte in seinen drei Partien mit großer stimmlicher Sicherheit. Der Bassbariton Károly Szemerédy war sowohl als Küster auf der Erde und auf dem Mond als auch als Glöckner im 15. Jahrhundert hervorragend besetzt. Die Wiener Symphoniker und der Prager Philharmonische Chor meisterten unter der Leitung des tschechischen Dirigenten Robert Jindra, derzeit Musikdirektor der Nationaloper Prag, die zahlreichen Herausforderungen der Partitur mit Bravour. […]

[...] L’excel·lent interpretació musical de l’òpera excursionista va tenir la seva contrapart en la 
també excel·lent posada en escena que firmava Yuval Sharon. [...] 

[…] Der exzellenten musikalischen Interpretation stand eine ebenso gelungene Inszenierung von Yuval Sharon gegenüber. […]


Medium: Die Presse
Autor: Walter Weidringer
Titel: Auf dem Mond wird nicht gegrapscht!
Datum: 25.07.2026

[…] Leoš Janáčeks Spießbürgersatire „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ erheitert und erfreut als Hausoper – dank Yuval Sharons stimmungsvoller Inszenierung und eines großartigen Ensembles unter Robert Jindra. […]

[…] Mit Robert Jindra am Pult legen sich die Wiener Symphoniker mit Gefühl und Virtuosität (nur ein Beispiel: Trompete!) voll ins Zeug, ohne dass sie damit die Singstimmen in Bedrängnis brächten. Sie lassen die, wie immer bei Janáček, durchaus vertrackte Partitur glitzern und brodeln, tanzen und schimmern. […]

[…] Das alles, unterhält szenisch wie musikalisch bestens, auch die zweite Hälfte, die der glühende tschechische Nationalist Janáček entsprechend heroisch tönen lässt. Das Ensemble ist erstklassig – und das bei solchen Anforderungen. […]

[…] Aber den großartig flexiblen Letten Mihails Čuļpajevs zwingt die unangenehm hohe Lage nicht in die Knie, und kein Anstieg bis zum hohen C schüchtert ihn ein. Dazu Tatev Baroyan in den zentralen Sopranpartien und weitere Meister ihres Fachs: festspielwürdig! […]


Medium: Metropoljournal
Autor: Diana Rasch
Titel: Die Oper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ von Leoš Janaček erhält viel Jubel und Applaus vom Premierenpublikum
Datum: 28.07.2026

[…] Brouček wird großartig gesungen und dargestellt vom englischen Tenor Peter Hoare. […]

[…] Die Videoeinspielungen von Hanna Wasileski holen den Zuschauer ab und nehmen ihn mit auf die Reise. […]

[…] Neben Peter Hoare als Matěj Brouček zeigen auch die Besetzungen der weiteren Rollen sängerische und darstellerische Höchstleistungen […]

[…] Unter der musikalischen Leitung von Robert Jindra konnte man in der Qualität der Klänge der Wiener Symphoniker schwelgen. Der Prager Philharmonische Chor hatte endlich einmal die Gelegenheit auf tschechisch zu singen und tat dies begeisternd und mit Begeisterung. […]

[…] Jon Bausor, der für die Gestaltung des spektakulären Bühnenbilds und der Kostüme verantwortlich ist, lässt Brouček in einem kleinen Häuschen wohnen, das ein flugfähiges Haus ist, das zu einer Rakete aus Holz wird, die sich um 180 Grad um Brouček drehend durch das Weltall fliegt und ihn auf den Mond katapultiert - das meistert der dabei nur an einem Seil hängende singende Peter Hoare grandios, die Illusion ist perfekt. […]


Medium: kultur-online.at
Autor: Martina Pfeifer-Steiner
Titel: Skurril und überaus treffend: Janáčeks Opernsatire bei den Bregenzer Festspielen
Datum: 30.07.2026

[…] Auf den Mond und ins Prag des 15. Jahrhunderts führt die von Yuval Sharon fulminant inszenierte Reise in höchst fantasievollen Bildwelten von Jon Bausor. […]

[…] Im zweiten Teil klettert Brouček in den Keller, die Unterbühne fährt nach oben, und im Tiefgeschoss erheben sich die Geister der Vergangenheit. Es ist, als ob ein Historiengemälde des 15. Jahrhunderts plötzlich lebendig wird. Unglaublich sorgfältig gemacht sind die historischen Gewänder in einer Szenerie, in der Brouček in seine eigene Vergangenheit eintaucht. […]

[…] Visuell fesselnd, musikalisch lebendig und theatralisch gewagt, ist Janáčeks originelle Oper ein satirisches Meisterwerk von existentieller Tiefe. […]

[…] Souverän wie ein Muttersprachler taucht der englische Tenor Peter Hoare als Herr Brouček in diese enorm schwierig zu singende Partitur ein. Seine Präsenz als stets jammernder, sich nirgends einbringen wollender Spiessbürger ist an diesem Abend eine ganz herausragende schauspielerische und sängerische Leistung. […]


Medium: operaplus.cz
Autor: Helena Havlíková
Titel: Bregenz schoss Brouček zum Mond, heilte ihn aber nicht von seiner Behaglichkeit
Datum: 30.07.2026

[…] Die musikalische Einstudierung von Robert Jindra zählte zu den herausragenden Qualitäten der Bregenzer Produktion. […] Er entfaltete sie plastisch, feinfühlig und bis ins Detail. Janáčeks kurz gefasste Motive reihte er nicht bloß als Folge effektvoller Episoden aneinander, sondern verband sie zu einem musikalischen Fluss, der beide unterschiedlichen Ausflüge zusammenhielt. […] Jindra traf hervorragend ihre schnellen Wandlungen – vom ironischen Grinsen, den grotesk kommentierenden Instrumentalfiguren und der bizarren Walzerhaftigkeit des Mondes bis zum weit gespannten Pathos der hussitischen Chöre. Er scheute auch nicht die scheinbar „unjanáčekische“ Klangschönheit, Weichheit und im guten Sinne romantische Innigkeit. […]

[…] Sharon erinnert daran, dass wir Zäune um uns herum errichten, uns in unserer eigenen Welt einschließen und das Unbekannte in Erklärungen zwängen, die der Begrenztheit unserer Vorstellungskraft entsprechen. Wer aufhöre, neugierig auf die Welt zu sein und eine Beziehung zu seinen Wurzeln zu suchen, beginne seiner Ansicht nach „innerlich zu sterben“. […] Diese Regiedeutung vermenschlicht Brouček und mildert Janáčeks kategorische Forderung, dass uns sein Antiheld zuwider werden solle. Das ist jedoch keine Entschuldigung der Bequemlichkeit. Sharon zeigt, dass Broučeks Versagen nicht nur in Feigheit besteht, sondern in der Unfähigkeit, die Existenz von irgendetwas anzuerkennen, das über seine gewohnte Welt hinausreicht. […]

[…] Gerade diese Gewöhnlichkeit ist beunruhigend. Hoare erschafft keine Karikatur, von der man sich leicht distanzieren könnte. Sein Brouček ist beschränkt, egoistisch und feige, zugleich aber menschlich „nah“. Sharons Deutung gewinnt dadurch an Identifikationspotenzial: Etwas von Broučeks Wunsch, die Tür vor einer allzu komplizierten Welt zu schließen, kennt fast jeder. […]

[…] Ein eigenes und außerordentliches Lob verdient der Prager Philharmonische Chor, der langjährige künstlerische Partner des Bregenzer Festivals. Unter der Leitung von Lukáš Vasilek blieb er in den Ausflügen des Herrn Brouček nicht bloße Klangkulisse, sondern bewältigte auch die schauspielerischen Anforderungen der Mondbewohner in ihren Boxen und der kämpferischen Hussiten. Den Mondszenen verlieh der Chor eine geradezu impressionistische Luftigkeit; im hussitischen Teil erzeugte er einen monumentalen, von Energie und Dringlichkeit erfüllten Klang, ohne in pathetische Schwerfälligkeit zu verfallen. Eine akustische Besonderheit war die Platzierung des Chores neben dem Zuschauerraum und hinter der Bühne, sodass die Stimmen aus verschiedenen Richtungen kamen und den Raum des Großen Saals erweiterten. Das Publikum befand sich in manchen Momenten mitten im Klanggeschehen, nicht nur davor. […]


Medium: Badische Zeitung
Autor: Alexander Dick
Titel: Hauptsache – ein Krügel Bier
Datum: 25.07.2026

[…] Sharons Regie spielt ebenso intelligent wie ironisch mit diesen surrealen Geschichten und zeigt immer wieder, dass die Brouceks und sicher auch die Schwejks durchaus Kinder der Gegenwart sein könnten. […]

[…] Die Faszination dieser Opernproduktion macht gleichermaßen ihre brillante musikalische Realisation aus. Robert Jindra versteht sich exzellent auf Janáceks vielschichtige, sich übrigens bei den beiden Abenteuern deutlich unterscheidende Handschrift. Und die Wiener Symphoniker vermitteln diese Sprache in höchster Klarheit und Präzision. […]

[…] Peter Hoare ist Herr Broucek. Der britische Tenor gestaltet die Figur hochdifferenziert, leidenschaftlich und mit Spaß am Karikieren. Und auch das übrige Ensemble hat maximale Power und Qualität – stellvertretend seien hier Mihails Culpajevs jugendlicher Tenor, Tatev Baoryans rassiger Sopran oder Károly Szemerédys intensiv flutender Bassbariton genannt. […]

[…] Diese Produktion schmeichelt auch Intendantin Lilli Paasikivi in ihrem zweiten Jahr – mit Raritäten in solcher Qualität festigt Bregenz seinen Platz als Opernzentrum jenseits des Mainstreams auf der Seebühne. […]


Medium: Orpheus Magazin
Autor: Tobias Hell
Titel: Mit 3 Promille durch Zeit und Raum
Datum: 28.07.2026

[…] Robert Jindra am Pult der exzellenten Wiener Symphoniker kitzelt aus der Partitur immer wieder Nuancen heraus, die beiden Ausflügen eine jeweils eigene Note verleihen. Jindra beherrscht die in die Moderne weisenden sphärisch flirrenden Klänge ebenso wie die volkstümlichen Elemente, die Janáčeks Werke so eingängig machen. Sprache und Musik greifen da stets ineinander. […]

[…] Das international zusammengewürfelte Gesangsensemble schlägt sich mehr als achtbar. Mihails Čuļpajevs und Tatev Baroyan geben auf allen drei Handlungs-Ebenen ein Liebespaar, das nicht nur schmachten kann, sondern auch selbstbewusst für seine Ideale einsteht, während Károly Szemerédy und Jan Šťáva in den tieferen Stimmlagen Autorität ausstrahlen. Getragen wird die Aufführung aber natürlich dennoch von Titelheld Peter Hoare, der neben einem markanten Charaktertenor auch die nötige Bühnenpräsenz und das komödiantische Timing hat, um den alten Kauz Brouček nicht in die bloße Karikatur abrutschen zu lassen. […]


Medium: ResMusica
Autor: Jean-Luc Clairet
Titel: À Bregenz, Brouček réussit à Yuval Sharon
Datum: 31.07.2026

[…] Yuval Sharon et Robert Jindra : « coup de maîtres » au Festspielhaus de Bregenz pour l’opéra mal aimable de Leoš Janáček. […]

[…] Yuval Sharon und Robert Jindra gelingt im Festspielhaus Bregenz ein wahrer Meisterstreich mit Leoš Janáčeks lange unterschätzter Oper Die Ausflüge des Herrn Brouček. […]

[…] Accueillie triomphalement par une salle comble, cette superbe lecture d’une œuvre abyssale s’avérant au final diaboliquement intelligente doit tout autant qu’à Yuval Sharon, qui est de surcroît parvenu à unifier le disparate de ces deux opéras en un, à Robert Jindra qui a constamment su en révéler la savante alchimie musicale. […]

[…] Vor ausverkauftem Haus und unter begeistertem Beifall erweist sich diese großartige Deutung eines vielschichtigen Werkes als außerordentlich klug. Der Erfolg ist nicht nur Yuval Sharon zu verdanken, dem es gelungen ist, die beiden sehr unterschiedlichen Opernteile zu einem überzeugenden Ganzen zu verbinden, sondern ebenso Robert Jindra, der die raffinierte musikalische Architektur der Partitur kontinuierlich freilegt. […]

[…] Rien de la richesse foisonnante de l’orchestration (orgue, célesta à la place du glassharmonica prévu, viole de gambe) n’échappe au chef tchèque qui entraîne le Wiener Symphoniker dans une prestation de très haut vol : aussi bien la poésie lunaire (entre Kát’a Kabanová et Petite renarde rusée) du premier voyage que la majesté archaïsante du second dont la pièce maîtresse (le Chœur Philharmonique de Prague) sait faire souffler le vent galvanisant de la révolte. […]

[…] Dem tschechischen Dirigenten entgeht nichts vom orchestralen Reichtum der Partitur – mit Orgel, Celesta (anstelle der ursprünglich vorgesehenen Glasharmonika) und Viola da gamba. Gemeinsam mit den Wiener Symphonikern gelingt ihm eine Aufführung auf höchstem Niveau. Sowohl die poetische Atmosphäre der Mondreise – stilistisch zwischen Káťa Kabanová und Das schlaue Füchslein angesiedelt – als auch die archaische Größe des zweiten Teils entfalten ihre Wirkung eindrucksvoll. Dessen Herzstück, der Prager Philharmonische Chor, lässt den mitreißenden Geist des Aufbegehrens eindrucksvoll aufleben. […]

[…] Aucun maillon faible dans la distribution, comme on le pressent dès la prime intervention, enchanteresse, des amoureux Málinka et Mazal (Tatev Baroyan, Mijhails Čuļpajevs). Le ténor anglais Peter Hoare dans le rôle-titre n’a aucune peine à s’immiscer dans une distribution idiomatique à souhait, de laquelle se détachent l’imposant baryton de Károly Szemerédy en Sacristain mais aussi en Lunobor, et en Domšík, puisque Brouček retrouve où qu’il aille les gens de son quotidien. […]

[…] In der Besetzung gibt es kein schwaches Glied. Bereits der bezaubernde erste Auftritt der Liebenden Málinka und Mazal (Tatev Baroyan und Mijhails Čuļpajevs) lässt dies erkennen. Der englische Tenor Peter Hoare meistert die Titelrolle mühelos und fügt sich hervorragend in das stilistisch äußerst überzeugende Ensemble ein. Besonders hervorzuheben sind außerdem der kraftvolle Bariton Károly Szemerédy als Sakristan, Lunobor und Domšík – denn Brouček begegnet auf all seinen Reisen stets denselben Menschen in neuen Gestalten. […]


Medium: ConcertoNet.com
Autor: Claudio Poloni
Titel: Brouček décroche la lune à Bregenz
Datum: 26.07.2026

[…] Pour l’édition 2026 de la manifestation, la 80e du nom, le choix s’est porté sur Les Voyages de M. Brouček de Leoš Janáček, avec à la clé un spectacle remarquable à tous points de vue, qui fera date. […]

[…] Für die Ausgabe 2026 der Veranstaltung, die 80. ihrer Art, fiel die Wahl auf Die Ausflüge des Herrn Broučeks von Leoš Janáček – mit einer in jeder Hinsicht bemerkenswerten Inszenierung, die Maßstäbe setzen dürfte. […]

[…] A Bregenz, Yuval Sharon, assisté par Jon Bausor pour les décors et les costumes, transforme M. Brouček en un « monsieur tout-le-monde » de la classe moyenne moderne. […]

[…] In Bregenz verwandelt Yuval Sharon, unterstützt von Jon Bausor für Bühnenbild und Kostüme, Herrn Brouček in einen modernen „Otto Normalverbraucher“ der Mittelschicht. […]

[…] L’arrivée sur la lune est particulièrement spectaculaire : la petite maison de M. Brouček se soulève puis se déplace dans tous les sens et tourne sur elle-même, avant d’alunir le toit en bas. […]

[…] Besonders spektakulär gerät die Ankunft auf dem Mond: Broučeks kleines Haus hebt sich, bewegt sich in alle Richtungen, dreht sich um die eigene Achse, bevor es mit dem Dach nach unten auf dem Mond landet. […]

[…] Les créatures lunaires arborent des costumes géométriques cubiques et colorés extrêmement stylisés, conférant une esthétique légère, poétique et enfantine au spectacle. La rupture est totale dans la seconde partie, Yuval Sharon basculant dans un univers visuel sombre et monumental. […]

[…] Die Mondwesen tragen geometrische, kubische, farbenfrohe und extrem stilisierte Kostüme, die der Inszenierung eine leichte, poetische, kindliche Ästhetik verleihen. Im zweiten Teil erfolgt ein völliger Bruch: Yuval Sharon wechselt in eine düstere, monumentale Bildwelt. […]

[…] La partie musicale et vocale du spectacle n’appelle que des éloges. Le chef tchèque Robert Jindra fait preuve d'une vivacité et d'un doigté remarquables à la tête des Wiener Symphoniker, restituant parfaitement le langage nuancé, les rythmes abrupts et les élans lyriques de Janáček. Le Chœur Philharmonique de Prague séduit, quant à lui, par sa puissance et sa cohésion. […]

[…] Der musikalische und gesangliche Teil der Vorstellung verdient nur Lob. Der tschechische Dirigent Robert Jindra führte die Wiener Symphoniker mit bemerkenswerter Lebendigkeit und Feingefühl und brachte Janáčeks nuancierte musikalische Sprache, seine abrupten Rhythmen und lyrischen Schwünge perfekt zur Geltung. Der Prager Philharmonische Chor überzeugte seinerseits durch Kraft und Homogenität. […]

[…] Dans le rôle-titre, le Britannique Peter Hoare est phénoménal d'authenticité. Sa voix de ténor de caractère et son jeu scénique incarnent à la perfection ce bourgeois bougon mais étrangement attachant, rendant son personnage de « lâche ordinaire » profondément humain et universel. Mihails Čulpajevs fait montre d’un timbre percutant et d’un jeu très convaincant dans le rôle de l'amoureux transi. […]

[…] In der Titelrolle war der Brite Peter Hoare von phänomenaler Authentizität. Seine Charaktertenorstimme und sein darstellerisches Spiel verkörperten dieses mürrische, aber seltsam liebenswerte bürgerliche Original perfekt und machten seine Figur des „gewöhnlichen Feiglings“ zutiefst menschlich und allgemeingültig. Mihails Čulpajevs überzeugte mit prägnantem Timbre und starkem darstellerischem Spiel in der Rolle des unglücklich Verliebten. […]

[…] A n’en pas douter, ce spectacle restera dans les annales du Festival de Bregenz. […]

[…] Zweifellos wird diese Inszenierung in die Annalen der Bregenzer Festspiele eingehen. […]


Medium: L’opera oggi
Autor: Renato Verga
Titel: I viaggi del signor Brouček
Datum: 24.07.2026

[…] Sul piano musicale, invece, la produzione convince pienamente grazie alla direzione di Robert Jindra, all’eccellente prova dei Wiener Symphoniker e a un cast di alto livello guidato da Peter Hoare. […]

[…] Musikalisch dagegen überzeugt die Produktion voll und ganz – dank der Leitung von Robert Jindra, der exzellenten Leistung der Wiener Symphoniker und einer hochkarätigen Besetzung unter Führung von Peter Hoare. […]

[…] Sia chiaro, visivamente la sua messa in scena parte benissimo: incantevole è l’inizio con quel video che mostra una strada di case monocrome, ridotte all’essenziale, come disegnate da un bambino o provenienti dalla grafica di un videogioco dei primi anni Ottanta. Nella scenografia di Jon Bausor la Luna appare come una semplice forma bidimensionale sospesa nel cielo; tutto è costruito secondo le geometrie fondamentali del Bauhaus: cerchio, quadrato e triangolo. […]

[…] Man muss zugeben: Visuell beginnt Sharons Inszenierung ausgesprochen gelungen. Bezaubernd ist der Auftakt mit jenem Video, das eine Straße monochromer, aufs Wesentliche reduzierter Häuser zeigt, wie von einem Kind gezeichnet oder aus der Grafik eines frühen Achtziger-Videospiels. In Jon Bausors Bühnenbild erscheint der Mond als schlichte, zweidimensionale, am Himmel schwebende Form; alles ist nach den Grundformen des Bauhaus konstruiert: Kreis, Quadrat und Dreieck. […]

[…] Efficacissimi i costumi, sporchi di fango, disegnati anch'essi da Jon Bausor. […]

[…] Sehr wirkungsvoll sind die ebenfalls von Jon Bausor entworfenen Kostüme, schlammverschmiert und von bestechendem Realismus. […]

[…] Peter Hoare, interprete ormai identificato con il ruolo di Brouček, ne offre una caratterizzazione ricchissima di sfumature. […]

[…] Peter Hoare, mittlerweile untrennbar mit der Rolle des Brouček verbunden, liefert eine an Nuancen überaus reiche Charakterstudie. […]

[…] Il suo Brouček non è soltanto un pavido ubriacone, ma un piccolo uomo meschino e insieme sorprendentemente umano, capace di suscitare tanto il sorriso quanto un’inaspettata compassione. […]

[…] Sein Brouček ist nicht nur ein feiger Säufer, sondern zugleich ein kleinlicher, aber überraschend menschlicher Mann, der sowohl Lächeln als auch unerwartetes Mitgefühl weckt. […]

[…] Molto positiva anche la prova di Mihails Čuļpajevs, chiamato a interpretare Mazal nel primo pannello e poi Blankytný e Petřík. Il tenore lettone affronta con apparente disinvoltura una parte disseminata di salti, cambi di registro e tessiture spesso proibitive, sostenuto da un’emissione sicura, da uno squillo luminoso e da una proiezione che gli permette di emergere con naturalezza anche nei momenti orchestrali più densi. […]

[…] Sehr überzeugend auch Mihails Čuļpajevs, der im ersten Teil den Mazal, im zweiten Blankytný und Petřík verkörpert. Der lettische Tenor meistert scheinbar mühelos eine Partie voller Sprünge, Registerwechsel und oft heikler Stimmlagen, getragen von sicherer Tongebung, hellem Glanz und großzügiger Projektion, die es ihm erlaubt, sich auch in den dichtesten Orchesterpassagen mühelos durchzusetzen. […]

[…] Tatev Baroyan affronta il triplice ruolo di Málinka, Etherea e Kunka con voce fresca, timbro limpido e un fraseggio elegante, riuscendo a differenziare efficacemente i tre personaggi pur mantenendo una linea di canto sempre omogenea. Károly Szemerédy conferisce autorevolezza alle sue molteplici incarnazioni – Sakristan, Lunobor e Domšik – grazie a un baritono saldo, ben timbrato e a una presenza scenica di notevole rilievo. […]

[…] Tatev Baroyan meistert die Dreifachrolle Málinka, Etherea und Kunka mit frischer Stimme, klarem Timbre und elegantem Phrasieren; es gelingt ihr, die drei Figuren fein zu unterscheiden und dabei eine durchgehend homogene Gesangslinie zu wahren. Károly Szemerédy verleiht seinen mehreren Figuren – Küster, Lunobor und Domšik – dank eines soliden, klangvollen Baritons und markanter Bühnenpräsenz echte Autorität. […]

[…] Di eccellente livello anche il nutrito gruppo dei comprimari, chiamati come spesso accade in Janáček a ricoprire più ruoli nell’arco della serata. Jan Šťáva, Linard Vrielink, Paul Curievici, Lukáš Bařák, Gaja Napast, Svatopluk Sem e Jana Kurucová contribuiscono con professionalità e precisione a una compagnia perfettamente affiatata, nella quale nessun intervento appare trascurabile. Ugualmente convincente il Coro Filarmonico di Praga, protagonista di una prova compatta e disciplinata, capace di restituire con incisività tanto gli episodi satirici quanto quelli di più intensa partecipazione collettiva. […]

[…] Ebenfalls hervorragend die zahlreiche Gruppe der Nebenrollen, die bei Janáček wie üblich mehrere Figuren im Laufe des Abends verkörpern müssen. Jan Šťáva, Linard Vrielink, Paul Curievici, Lukáš Bařák, Gaja Napast, Svatopluk Sem und Jana Kurucová tragen mit Professionalität und Präzision zu einem bestens eingespielten Ensemble bei, in dem kein Auftritt nebensächlich wirkt. Gleichermaßen überzeugend der Prager Philharmonische Chor, der eine kompakte und disziplinierte Leistung bietet und sowohl die satirischen Episoden als auch die Momente kollektiver Ergriffenheit mit gleicher Prägnanz wiedergibt. […]

[…] Alla testa dei Wiener Symphoniker, Robert Jindra si conferma interprete ideale di questo repertorio. La sua direzione governa con sicurezza una partitura densissima, ricca di improvvisi cambi di atmosfera, di raffinati dettagli strumentali e di continui sbalzi ritmici. […]

[…] An der Spitze der Wiener Symphoniker bestätigt sich Robert Jindra als idealer Interpret dieses Repertoires. Seine Leitung meistert souverän eine überaus dichte Partitur voller abrupter Stimmungswechsel, feiner instrumentaler Details und ständiger rhythmischer Umbrüche. […]

[…] La qualità musicale dell’esecuzione, sostenuta dall’eccellente lavoro di Robert Jindra, dei Wiener Symphoniker e di un cast di prim’ordine, permette comunque di riscoprire tutta la ricchezza di una partitura che meriterebbe una presenza ben più stabile nei teatri. […]

[…] Die musikalische Exzellenz der Aufführung, getragen von der herausragenden Arbeit Robert Jindras, der Wiener Symphoniker und einer erstklassigen Besetzung, erlaubt es dennoch, den ganzen Reichtum einer Partitur wiederzuentdecken, die einen deutlich stabileren Platz in den Opernspielzeiten verdient hätte. […]

T +43 5574 407-228
presse@bregenzerfestspiele.com

Bregenzer Festspiele