Bisher 119.000 Besucher:innen bei den Bregenzer Festspielen
Begeistertes Publikum am See, großer Jubel für die Oper im Festspielhaus und ein Rekord-Tag am 1. August
Bregenz, 06.08.26. Erfolgreiche Premieren, eine hohe Auslastung und großer Publikumszuspruch: Zur Halbzeit der Festspielsaison 2026 ziehen die Bregenzer Festspiele eine sehr positive Zwischenbilanz. Mit dem morgigen Spieltag werden rund 119.000 Gäste die bisherigen Veranstaltungen der Bregenzer Festspiele 2026 besucht haben. Das große Publikumsinteresse an den Produktionen auf der Seebühne, im Festspielhaus und auf der Werkstattbühne spiegelt sich in einer hohen Auslastung und einer sehr positiven Resonanz bei Publikum und Medien wider.
Einen besonderen Höhepunkt markierte der 1. August, der mit rund 15.000 Besucher auf dem Festspielgelände zum besucherstärksten Tag in der 80-jährigen Geschichte der Bregenzer Festspiele avancierte. Möglich wurde der Rekordtag durch das mit 6.548 Gesangsbegeisterten restlos ausverkaufte Singalong am See anlässlich des 80-jährigen Jubiläums, die Abendvorstellung von La traviata sowie das vielfältige weitere Festivalprogramm mit Konzerten, Musiktheater, Führungen und Einführungsvorträgen.
Großer Publikumszuspruch für La traviata auf der Seebühne
Mit Giuseppe Verdis La traviata präsentieren die Bregenzer Festspiele seit 22. Juli ihre neue Produktion auf der Seebühne. Vor der aus zahllosen Spiegelsplittern zusammengesetzten Bühne erzählt Regisseur Damiano Michieletto Verdis Oper in kraftvollen Bildern. Die monumentale, aus dem Bodensee aufragende Spiegelwand wird im Moment ihres Zerbrechens zum Sinnbild von Violettas Schicksal. Die eindrucksvolle Inszenierung wurde vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen. Das enorme Interesse an Verdis berühmter Oper spiegelte sich bereits lange vor Festivalbeginn wider: Sämtliche Vorstellungen des Spiels auf dem See waren schon vor Ostern ausverkauft.
Inklusive der Vorstellung morgen, Freitag, 7. August, wird La traviata an 14 ausverkauften Abenden 93.813 Besucher:innen (inklusive Generalprobe und Young People's Night) begeistert haben, sofern heute keine Absage erfolgt. Das entspricht einer bisherigen Auslastung von 100 Prozent. Bis zum Saisonende am 23. August stehen noch 14 weitere Vorstellungen des Spiels auf dem See auf dem Programm.
Bejubelte Oper im Festspielhaus
Leoš Janáčeks selten gespielte Oper Die Ausflüge des Herrn Brouček erwies sich als Entdeckung der Festspielsaison. Die Oper feierte am 23. Juli ihre umjubelte Premiere und begeisterte an insgesamt drei Aufführungen rund 4.596 Besucher:innen, was einer Auslastung von 98 Prozent entspricht. Yuval Sharon verwandelte Janáčeks Satire in einen humorvollen und zugleich klugen Theaterabend, der Publikum und Feuilletons gleichermaßen überzeugte. Gelobt wurden insbesondere die originelle Regie, die außergewöhnliche Bildsprache, Robert Jindras musikalische Leitung sowie die herausragenden Leistungen von Peter Hoare in der Titelrolle, des Prager Philharmonischen Chors und der Wiener Symphoniker.
Ausverkauftes Gastspiel des Burgtheaters
Mit Molières Der eingebildete Kranke war das Burgtheater auch 2026 zu Gast bei den Bregenzer Festspielen. Stefan Bachmanns gefeierte Inszenierung des Komödienklassikers überzeugte mit scharfem Witz, großer Spielfreude und erstaunlicher Aktualität. Die drei Vorstellungen im Theater am Kornmarkt waren restlos ausverkauft und erreichten mit 1.467 Besucher:innen eine Auslastung von 99 Prozent.
Erschütternde Zukunftsvisionen auf der Werkstattbühne
Mit Passion of the Common Man präsentierten die Bregenzer Festspiele am 31. Juli und 1. August auf der Werkstattbühne eine dystopische Zukunftsvision des isländischen Komponisten Daníel Bjarnason und des kanadischen Librettisten Royce Vavrek. Das weltliche Oratorium nach dem Vorbild der Bach'schen Passionen erzählt von einer technologisierten Gesellschaft, in der Mitgefühl und Menschlichkeit zu kostbaren Ausnahmen geworden sind. Netia Jones, verantwortlich für Inszenierung und Design, schuf gemeinsam mit der renommierten Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter und einem herausragenden Ensemble einen immersiven Musiktheaterabend, der gleichermaßen berührte und erschütterte. 850 Besucher:innen sahen die beiden Aufführungen – das entspricht einer Auslastung von 96 Prozent.
Zeitgenössisches Musiktheater, Opernstudio und Konzerthöhepunkte zum Saisonfinale
Bis zum Saisonende stehen noch zahlreiche Programmhöhepunkte auf dem Spielplan. Am 7. und 8. August lädt Bach Nirvana mit der renommierten Pianistin Angela Hewitt und dem visuellen Konzept von Mikki Kunttu zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis auf der Werkstattbühne ein. Am 10. August präsentieren die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Petr Popelka ein Programm von der österreichischen Erstaufführung von Bernd Richard Deutschs Intensity über Ravels Daphnis et Chloé bis zu Mussorgskis Bilder einer Ausstellung.
Am 12. August feiert im Theater KOSMOS Natalie Baudys under the influence, das Gewinnerstück der Österreichischen Theaterallianz, seine Uraufführung. Ab 17. August präsentiert das Opernstudio der Bregenzer Festspiele im Theater am Kornmarkt Gaetano Donizettis L'elisir d'amore als moderne Coming-of-Age-Geschichte im Highschool-Ambiente. Den Schlusspunkt auf der Werkstattbühne setzt am 20. und 22. August YUM! der chinesischen Komponistin Wen Liu – ein innovativer Musiktheaterabend zwischen Oper, Performance Art und Extended Reality.
Den Abschluss der Saison bilden am 23. August die Matinee des Symphonieorchesters Vorarlberg unter Leo McFall und am Abend die letzte Aufführung von La traviata auf der Seebühne.
Die Bregenzer Festspiele 2027 finden vom 21. Juli bis 22. August statt. Tickets und Infos unter www.bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.
(bk)