Pressekonferenz Wien
Giuseppe Verdis Opernklassiker La traviata eröffnet die 80. Bregenzer Festspiele
Wien/Bregenz, 02.06.26. Die Bregenzer Festspiele feiern in diesem Sommer ihr 80-jähriges Bestehen und präsentieren von 22. Juli bis 23. August 2026 ein facettenreiches Festivalprogramm am Bodensee. Mit Giuseppe Verdis La traviata ist erstmals eines der beliebtesten Werke der Operngeschichte auf der Seebühne zu erleben. Darüber hinaus stehen Leoš Janáčeks satirische Oper Die Ausflüge des Herrn Brouček im Festspielhaus, zwei Uraufführungen auf der Werkstattbühne, Schauspiel, Opernstudio sowie Orchester- und Kammerkonzerte auf dem Programm. Zum 80-jährigen Bestehen laden die Bregenzer Festspiele am 1. August außerdem die Bevölkerung zum großen Singalong am See ein, bei dem 6300 Menschen auf der Seetribüne gemeinsam singen werden.
Für ihre Inszenierung von Giuseppe Verdis La traviata verlegen Regisseur Damiano Michieletto und Bühnenbildner Paolo Fantin die Geschichte der Pariser Kurtisane Violetta Valéry in die glamouröse und zugleich schonungslose Welt der 1920er-Jahre. Im Zentrum steht eine Frau im Licht der öffentlichen Aufmerksamkeit – und zugleich im Schatten gesellschaftlicher Verachtung. Als Bühnenbild ragt ein riesiger, zerborstener Spiegel aus dem Bodensee: Er macht Violettas inneren und äußeren Zerfall genauso sichtbar wie die Oberflächlichkeit der Pariser Gesellschaft, an der sie seelisch und körperlich zerbricht.
La traviata ist im Sommer 2026 an 28 Abenden zu erleben, rund 188.000 Karten sind aufgelegt. Bereits seit Ostern ist das Spiel auf dem See ausverkauft – so früh wie noch nie in der 80-jährigen Geschichte der Festspiele. Für alle weiteren Veranstaltungen sind Tickets in allen Kategorien erhältlich. Insgesamt stehen für die nahezu 80 Veranstaltungen der diesjährigen Festspielsaison 228.000 Karten (inkl. Generalprobe La traviata) zur Verfügung.
Anlässlich ihres 80-jährigen Bestehens laden die Bregenzer Festspiele am 1. August 2026 zum großen Singalong am See auf die Seetribüne. Gemeinsam mit Chören, Solist:innen und einem Instrumentalensemble des Vorarlberger Symphonieorchesters singen 6300 Menschen aus der gesamten Bodenseeregion bekannte Opernmelodien aus acht Jahrzehnten Spiel auf dem See. Ergänzt wird das Jubiläumsprogramm durch die Ausstellung „80 Jahre Seebühne in Bildern“ entlang der Seepromenade, die mit großformatigen Fotografien auf acht Jahrzehnte Festspielgeschichte zurückblickt.
Mond, Mittelalter und Moderne
Im Festspielhaus ist mit Leoš Janáčeks Die Ausflüge des Herrn Brouček eine selten gespielte Oper zwischen Fantasie, Satire und Gesellschaftskritik zu sehen. Der Künstlerische Leiter der Detroit Opera, Yuval Sharon, inszeniert das Werk als dadaistisch inspirierte Reise zwischen Mond, Mittelalter und Moderne. Die musikalische Leitung übernimmt Robert Jindra, Bühne und Kostüme stammen von Jon Bausor. Premiere ist am 23. Juli 2026.
Musiktheater-Uraufführungen zwischen Empathie und Entfremdung
Auf der Werkstattbühne widmen sich zwei Musiktheater-Uraufführungen den Spannungen zwischen Technologie, Konsum und Menschlichkeit: Passion of the Common Man von Daníel Bjarnason sowie YUM! von Wen Liu rücken Fragen nach Empathie, Bewusstsein und gesellschaftlicher Entfremdung in den Mittelpunkt.
Das Opernstudio präsentiert ab 17. August Donizettis L’elisir d’amore im Theater am Kornmarkt. Regisseurin Anna Kelo verlegt die romantische Komödie in das Umfeld einer Highschool und erzählt von erster Liebe, Unsicherheit und Selbstfindung.
Hypochondrie, Chanson und nordische Klangwelten
Im Schauspiel gastiert das Burgtheater ab 24. Juli mit Molières Der eingebildete Kranke in der Inszenierung von Burgtheaterdirektor Stefan Bachmann in Bregenz. Im Theater Kosmos feiert außerdem Natalie Baudys under the influence als Gewinnerstück der Österreichischen Theaterallianz seine Uraufführung.
Die Orchesterkonzerte der Bregenzer Festspiele 2026 führen von nordischen Klangwelten bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Unter der Leitung von Dalia Stasevska, Eva Ollikainen, Petr Popelka und Leo McFall interpretieren die Wiener Symphoniker und das Symphonieorchester Vorarlberg Werke von Kaija Saariaho, Jean Sibelius, Maurice Ravel, Antonín Dvořák, Edward Elgar und anderen. Ergänzt wird das Musikprogramm durch das immersive Klavierrecital Bach Nirvana mit Angela Hewitt auf der Werkstattbühne, einen Chansonabend mit Anne Sofie von Otter sowie ein Bach-Konzert mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks in der Bregenzer Galluskirche.
Die Bregenzer Festspiele 2026 finden von 22. Juli bis 23. August statt. Tickets und Infos unter www.bregenzerfestspiele.com oder telefonisch unter 0043 5574 4076.
Hier wird nach der Pressekonferenz der Mitschnitt veröffentlicht.