MINT-Projekt 2026
Romeo und Julia - Die Zeit ist aus den Fugen
Donnerstagnachmittag. In der Montagehalle der Bregenzer Festspiele hört man Schleifgeräusche und lachende Jugendliche. Heute sind sechs Schüler:innen der 3. und 4. Klasse der Mittelschule Rieden zu Besuch. Gemeinsam mit ihren Mitschüler:innen haben sie ein Stück konzipiert und setzen es jetzt im Rahmen des MINT-Projekts gemeinsam mit den Festspielen um. An diesem Nachmittag steht das Bühnenbild im Vordergrund: Ein großer Halbkreis, darin zwei Türrahmen und ein riesiges Loch für eine Uhr.
Vier Schüler:innen schleifen die zwei Türrahmen, ein großes rundes Loch, sowie die Außenkanten und Türen. Zwei weitere bemalen die bereits ausgeschnittenen römischen Ziffern für die Uhr sowie das Ziffernblatt. Unterstützt werden sie von Lukas Bär (Bühne/Tischlerei), Robert Grammel (Leiter Kaschur) und Matthias Zuggal (Stv. Leiter Licht). Für diesen Nachmittag sind die Aufgaben der Teenager erledigt. Fernanda de Mattos (Verantwortliche Junge Festspiele) erzählt, „das Stück ist ein bisschen wie Romeo und Julia kombiniert mit einer Zeitmaschine.“
In den kommenden Wochen bis zur Premiere des Stücks arbeiten die Kinder in kleinen Gruppen, um die Abläufe einer Festspiel-Produktion besser kennen zu lernen. Sie übernehmen Aufgaben beim Licht, Ton und bei der Videoproduktion, andere designen das Plakat, oder bauen das Bühnenbild. Ein paar der Mitschüler:innen stehen in einigen Wochen sogar selbst auf der Bühne. Der Titel des diesjährigen Stücks: „Romeo und Julia – Die Zeit ist aus den Fugen“.
Zurück in der Montagehalle, eine Woche später. Die Hauptaufgabe heute ist das Bemalen aller restlichen, in der vorherigen Woche geschliffenen, Teile. Mit unterschiedlichen Pinseln dürfen die vier anwesenden Schüler:innen die Teile weiß bemalen, damit auf diesen Oberflächen bei der Aufführung Projektionen möglich sind. Zudem werden die römischen Ziffern sowie die Zeiger der Uhr an das Holz getackert. Unterstützt werden die Schüler:innen heute von Kathrin Kobinger (Malerei/Kaschur), Matti Ramusch (Malerei/Kaschur) und Matthias Zuggal (Stv. Leiter Licht).
Am 18.06 gibt es für die Jugendlichen auch noch einen Videoworkshop, in welchem Fernanda de Mattos sowie Kristina Becker (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) ihnen zeigen werden, wie Videoaufnahmen mit dem eigenen Handy am besten gelingen. Die Ergebnisse dieser Aufnahmen werden dann bei der Aufführung auf das Bühnenbild projiziert.
Die Schüler:innen sammeln beim MINT-Projekt in Kooperation mit den Bregenzer Festspielen, der Landeshauptstadt Bregenz und dem Landestheater Vorarlberg Erfahrungen in der Theatertechnik und erarbeiten mithilfe von Theaterpädagog:innen ein eigenes Stück, welches im Juni im Festspielhaus aufgeführt werden soll. MINT ist ein Akronym, das für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik steht.
(jf/es)