Orchesterkonzerte

Wiener Symphoniker | Symphonieorchester Vorarlberg

Symphonische Meisterwerke und neu zu entdeckende Klänge geben einander die Hand: Die vier Orchesterkonzerte lassen den Reichtum der Musik vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart erahnen. Mit Ludwig van Beethovens Pastorale, Robert Schumanns »Rheinischer« und Gustav Mahlers 1. Symphonie stehen drei der wohl beliebtesten Konzertstücke auf dem Programm, ergänzt von Werken Carl Maria von Webers, Antonín Dvořáks und Igor Strawinskis sowie Emilie Mayer, die, als »weiblicher Beethoven« betitelt, in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit ihren Kompositionen zahlreiche Erfolge erzielte. Sind Enrique Mazzola als Conductor in Residence und Leo McFall als Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg gerngesehene Gäste, so geben Giedre Šlekytė, aber auch Petr Popelka als neuer Chefdirigent der Wiener Symphoniker mit einem neuen chorsymphonischen Werk von Thomas Larcher ihre Debüts in Bregenz.

Die Bregenzer Festspiele 2024 finden von 17. Juli bis 18. August 2024 statt. Tickets und Infos unter +43 (0)5574 407-6 und www.bregenzerfestspiele.com.

  • Wiener Symphoniker, Giedrė Šlekytė 

    22. Juli 2024 – 19.30 Uhr | Festspielhaus, Großer Saal 

    Wie in einem Schaffensrausch komponierte Robert Schumann 1850 – kurz nach seiner Übersiedelung nach Düsseldorf – innerhalb von zwei Wochen sein Cellokonzert a-Moll. Doch das Stück mit seinen vielen Charakterwechseln fand zunächst wenig Anklang. Eine Uraufführung zu Lebzeiten des Komponisten kann bis heute nicht nachgewiesen werden. Ausnahmecellist Kian Soltani, der bereits mehrfach bei den Bregenzer Festspielen das Publikum begeistern konnte, tritt den Gegenbeweis an, gemeinsam mit der litauischen Dirigentin Giedrė Šlekytė und den Wiener Symphonikern. Ebenfalls zu hören ist Gustav Mahlers mit volkstümlichen Tänzen und naturhaften Klängen durchzogene 1. Symphonie. Doch auch hier wird die Idylle immer wieder gestört …

    Dirigentin Giedrė Šlekytė 
    Violoncello Kian Soltani

    • Robert Schumann Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll, op. 129
    • Gustav Mahler Symphonie Nr. 1 (»Titan«) D-Dur 
  • Wiener Symphoniker, Enrique Mazzola 

    28. Juli 2024 – 11.00 Uhr | Festspielhaus, Großer Saal 

    Carl Maria von Weber liebte die Klarinette. Für den berühmten Soloklarinettisten der Münchner Hofkapelle, Heinrich Joseph Baermann, komponierte er weit vor der Entstehung seines Freischütz zahlreiche Werke, darunter auch das Konzert f-Moll. In Bregenz wird es die Klarinettistin Sabine Meyer spielen, die weltweit zu den renommiertesten Solist:innen ihres Instruments gehört. Am Pult der Wiener Symphoniker: der Conductor in Residence Enrique Mazzola, der neben Emilie Mayers schaurig-düster instrumentierten Faust-Ouvertüre auch die komplette Ballettmusik von Igor Strawinskis Der Feuervogel präsentieren wird, die den damals 27-jährigen Komponisten schlagartig international bekannt machte.

    Dirigent Enrique Mazzola 
    Klarinette Sabine Meyer 

    • Emilie Mayer Faust-Ouvertüre, op. 46 
    • Carl Maria von Weber Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 1 f-Moll, op. 73 
    • Igor Strawinski Der Feuervogel. Ballettsuite 
  • Wiener Symphoniker, Petr Popelka 

    5. August 2024 – 19.30 Uhr | Festspielhaus, Großer Saal 

    Im Galopp, geradezu ritterlich vorwärtsdrängend, beginnt das Bregenzer Debütkonzert des designierten Chefdirigenten der Wiener Symphoniker, Petr Popelka. Doch wie schon beim Freischütz präsentiert Carl Maria von Weber in der Ouvertüre zur großen romantischen Oper Euryanthe ebenso dämonische Klänge. In Robert Schumanns 3. Symphonie hört man hingegen ungetrübte Lebensfreude. Ihren Beinamen »Rheinische« bekam sie nicht vom Komponisten selbst, er bezieht sich aber auf den Entstehungsort Düsseldorf. Erneut ist auch ein neues Werk des österreichischen Komponisten Thomas Larcher zum ersten Mal in Bregenz zu hören, diesmal für Chor und Orchester, basierend auf Texten des japanischen Dichters Miyazawa Kenji.

    Dirigent Petr Popelka 
    Prager Philharmonischer Chor 

    • Carl Maria von Weber Ouvertüre zur Oper Euryanthe 
    • Robert Schumann Symphonie Nr. 3 (»Rheinische«) Es-Dur, op. 97 
    • Thomas Larcher Neues Werk für Chor und Orchester
  • Symphonieorchester Vorarlberg, Leo McFall

    18. August 2024 – 11.00 Uhr | Festspielhaus, Großer Saal 

    Von der Natur, die in Carl Maria von Webers Der Freischütz auch in ihren unheimlichen Klängen zu hören ist, erzählt Ludwig van Beethoven in einer ganzen Symphonie, seiner berühmten Pastorale. Einen zweiten Schwerpunkt der traditionellen Matinee zum Saisonende mit dem Symphonieorchester Vorarlberg und Chefdirigent Leo McFall bildet ein Werk von Ondřej Adámek. In seiner musikalischen Sprache kombiniert der in Prag geborene Komponist, Dirigent und Chorleiter Elemente zeitgenössischer klassischer Musik mit umgewandelten musikalischen Elementen entfernter Kulturen. So auch in seinem 2017 uraufgeführten Violinkonzert Follow me, dessen Solopart die junge Geigerin Franziska Hölscher spielt wird. Und am Beginn des Konzerts erklingt Antonín Dvořáks quirlige Ouvertüre Carneval, Teil eines Zyklus mit dem Titel Natur, Leben und Liebe.

    Dirigent Leo McFall
    Violine Franziska Hölscher

    • Antonín Dvořák Carneval. Ouvertüre für großes Orchester op. 92 
    • Ondřej Adámek Follow me. Konzert für Violine und Orchester 
    • Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 6 (Pastorale) F-Dur, op. 68
17.08.2023

Plakatmotiv Orchesterkonzerte

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