Festspielhaus und Seebühne werden saniert

Bregenz, 15.10.20. Festspiel-Präsident Hans-Peter Metzler zeigte sich glücklich, dass Finanzminister Gernot Blümel in seiner Rede zum Krisenbudget 2021 die Mitfinanzierung der geplanten Seebühnensanierung zugesagt habe. Er sei "sehr zuversichtlich", dass alle Finanzierungspartner die geplanten Mittel für das auf drei Jahre angelegte, 55 Millionen Euro schwere Projekt aufbringen werden.

Der Bund wird 20 Millionen Euro bis 2023 beitragen, vom Land sollen 17,5 Millionen Euro und von der Stadt Bregenz 12,5 Millionen Euro kommen. Die Festspiele selbst werden fünf Millionen Euro übernehmen, bestätigte Metzler Berichte in Vorarlberger Medien. Man habe lange verhandelt, gemeinsam geplant und sei in guter Abstimmung mit allen Partnern. Die entsprechenden Planungen, von den Festspielen vorfinanziert, liefen bereits auf Hochtouren. Man hoffe, bis Ende des Jahres eine Baueinreichung vorweisen zu können, so Metzler. Die Umsetzung soll noch 2021 beginnen. Die Seebühne als Herzstück des Projekts soll zwischen den Festspielsaisonen 2023 und 2024 erneuert werden. "Die Planungen sind da durchaus komplex. Wir wollen ja nicht noch eine Saison verlieren", sagte der Festspiel-Präsident.

Die Seebühne und die Tribüne sind bereits rund 40 Jahre alt. Sie wurden mehrfach repariert, aber nie grundlegend saniert. Vorgesehen sind eine Erneuerung des fixen Betonkerns, der Künstlergarderoben und der Haustechnik der Bühne. Bei der Werkstattbühne müssen Haustechnik, Elektroinstallationen, Lüftungsanlage, Heizung und Kühlung sowie die Sanitärbereiche renoviert werden, zudem gebe es undichte Dachflächen. Auch im Großen Saal muss die Technik der 1978 errichteten Hauptbühne erneuert werden. Die Werkstattbühne bekommt zudem einen Zubau mit einem Logistik- und Werkstättenzentrum.

(red/lk/APA)